Wem schmeckt der Köder?

Worum geht es bei der Erstellung von Lernprogrammen? Für wen sind sie? Über Zielgruppe und Lernziele wurde ja hinlänglich diskutiert. Und ohne die Wichtigkeit der beiden schmälern zu wollen: es hat sich in den letzten Jahren ein viel wesentlicher Faktor für mich herauskristallisiert. Und zwar ist das die Frage, was der oder die Lernende davon hat, dieses Lernprogramm durchzuarbeiten. Die Frage nach dem WARUM? „Wem schmeckt der Köder?“ weiterlesen

Das Problem des Inputs

Backwerk

Die Produktion von Lernprogrammen folgt im Prinzip der gleichen Logik, wie jeder andere Produktionsprozess. Nehmen wir z.B. das Backen eines Kuchens: wenn ich schlechte Zutaten habe, ist es eher unwahrscheinlich, dass ein wohlschmeckendes Gebäck dabei herauskommt. Das gleiche gilt, wenn ich zu wenig oder zu viel in den Teig werfe. Beim Erstellungsprozess eines Lernprogramms aber, wird der Zusammenhang zwischen den Zutaten (dem Input) und dem Lernprogramm (dem Output) oft ausgeblendet. Woran liegt das? „Das Problem des Inputs“ weiterlesen

Was hat Lernprogrammerstellung mit Autofahren gemeinsam?

Blick aus dem Auto

Können Sie sich noch an die erste Fahrt alleine im Auto erinnern? Also direkt nach der Führerscheinprüfung? Man hatte diverse Praxisstunden hinter sich, kannte die Theorie, kannte vermutlich die Umgebung, in der man zu fahren plante, und doch… es war ein bisschen, als hätte man noch nie im Auto gesessen. Letztendlich klappte dann doch alles und man kam (hoffentlich) sicher am Zielort an. Voller Stolz, es alleine geschafft zu haben.

„Was hat Lernprogrammerstellung mit Autofahren gemeinsam?“ weiterlesen

When it is just enough…

I’m in the process of obtaining my sailing license. I have passed the theoretical examination, the practical one is imminent. On Saturday the last sailing lesson should take place. So far, I felt very well prepared. I knew all manoeuvres and until then everything had always worked out well and the sailing instructor was satisfied. Only knots I still had to learn. One day before the appointment the sailing instructor called and reported that „our“ boat was not available this time. We could either postpone the appointment or let the lesson take place on another boat. Naive as I was, I thought, „It can’t be that different“ and saw change as a welcome challenge. „When it is just enough…“ weiterlesen

Wenn das Maß voll ist…

Ich mache gerade meinen Segelschein. Die Theorie liegt hinter mir, die Praxisprüfung unmittelbar vor mir. Am Samstag nun sollte die letzte Segelstunde stattfinden. Ich fühlte mich sehr gut vorbereitet. Die gefragten Manöver kannte und konnte ich – bisher hatte immer alles gut geklappt und der Segellehrer war zufrieden. Nur Knoten musste ich noch lernen. Einen Tag vor dem Termin rief der Segellehrer an und berichtete, dass „unser“ Boot dieses Mal doch nicht zur Verfügung stand. Wir konnten wahlweise den Termin verschieben oder auf einem anderen Boot die Stunde stattfinden lassen. Naiv, wie ich war, dachte ich „So anders kann das ja nicht sein.“ und sah die Veränderung als willkommene Herausforderung. „Wenn das Maß voll ist…“ weiterlesen

Less is more! – isn’t that easy?

I am constantly telling people to shorten the content of e-learning courses or trainings! While training e-learning authors, while discussing the content of learning units with customers, … I will permanently ask: What’s the focus? What is necessary to know to use the tool or to implement a certain process? Skip everything that is nice to know but not mandatory! And: What can realistically be learned in a given time with a specific learning activity?

That’s easy! Isn’t it? „Less is more! – isn’t that easy?“ weiterlesen

Teamworkshops in Zeiten des Wandels

Wir befinden uns aktuell in Zeiten kontinuierlichen Wandels. Ich kenne kein Unternehmen, in dem sich nicht immer und immer wieder etwas ändert, dem sich die Mitarbeiter*innen stellen müssen.

Nicht immer sind diese Änderungen koordiniert und begleitet. Die einzelnen Change-Prozesse gehen immer mehr ineinander über. Und oft schweben über den Köpfen der Mitarbeiter*innen noch größere Umstrukturierungen. Das wiederum führt zu Unsicherheiten bei den Mitarbeiter*innen [„Inwieweit werde ich/mein Arbeitsplatz betroffen sein?“ – „Werde ich meinen Arbeitsplatz behalten?“ – „Muss ich umziehen?“…]. Auch für das Management ist es in solchen Zeiten nicht leicht, Entscheidungen zu treffen und zu kommunizieren [„Wenn ich jetzt etwas mitteile, obwohl auch mir noch nicht alle Punkte/Auswirkungen kommuniziert wurden, vergrößere ich nicht die Unsicherheit?“ – „Wie soll ich meine Mitarbeiter*innen in den nächsten Wochen/Monaten motivieren, wenn nicht klar ist, ob deren Standort erhalten bleibt?“ – „Und inwiefern bin ich selbst von der Umstrukturierung betroffen?“…]. Das führt nicht nur zu Unzufriedenheit bei allen Beteiligten, sondern kann in einigen Fällen auch Machtkämpfe/“Revier“-Streitigkeiten forcieren.

Oft kommt dann der Wunsch oder die Idee, einen Teamworkshop durchführen zu lassen, um die Atmosphäre wieder zu verbessern und das Team arbeitsfähig zu halten. „Teamworkshops in Zeiten des Wandels“ weiterlesen

Fastenzeit? Läuft!

So, Karneval liegt nun hinter uns. Einige haben in den letzten Tagen wirklich alles gegeben und sind nun rechtschaffen erschöpft und ausgelaugt. Aber es geht natürlich nahtlos weiter: Die Fastenzeit steht vor der Tür!

Fastenzeiten  – als eine Zeit der Beschränkung – gibt es in allen Weltreligionen. Früher bin ich persönlich damit nicht viel in Berührung gekommen und ich kannte auch niemanden, der tatsächlich gefastet hätte. Seit ich in Köln lebe, ist das natürlich anders. Und in den letzten Jahren ist Fasten regelrecht in Mode gekommen. So werde ich jährlich gefragt, was ich denn so faste und erfahre, was andere so fasten. Bisher habe ich ehrlich gesagt noch nie von einem Fastenvorsatz berichten können. Meiner Erfahrung nach ist von den Vorsätzen der anderen aber auch oft nichts geblieben.

Und das ist eigentlich schade! Dieses Jahr soll sich das ändern! „Fastenzeit? Läuft!“ weiterlesen

Improvisation und Perfektionismus

Was mich vor einiger Zeit zum Improvisationstheater gebracht hat, war eigentlich der Vorsatz einfach mal möglichst viele „verrückte“ Dinge zu tun, die ich vorher noch nie versucht habe. So viele Dinge wurden es letztendlich nicht – und so verrückt waren sie auch nicht, aber das Improvisationstheater ist geblieben, weil es sich für mich als unglaublich charmanter Freiraum entpuppt hat, meine Grenzen auszuloten und mich von jeder Art Perfektionismus zu lösen. Denn Perfektion und Fehlervermeidung ist – gerade beim Improtheater – schlicht unmöglich. Wie soll ich mich vorbereiten auf eine Situation, deren Parameter gänzlich unbekannt sind? „Improvisation und Perfektionismus“ weiterlesen